Floristen-Roadshow präsentierte praxisnahe Trends 2009/10

Rund 350 begeisterte Besucher in Wien, Salzburg und Graz
Floristikshow Graz 2009 © ArchivGalerie Insgesamt 350 Besucherinnen und Besucher verfolgten in den drei Tagen von 14. bis 16.10. abwechselnd in Wien, Salzburg und Graz eine fulminante Foristen-Roadshow. Organisiert wurde dieser Event, bei dem sich Fachhändler und Gärtner über die neuesten Gestaltungstrends informieren konnten, vom Blumenbüro Österreich in Kooperation mit dem Blumenbüro Holland. Vortragende waren die beiden Floristenmeister Manfred Hoffmann, Leiter des Tendenzteams des Fachverbandes Deutscher Floristen (FDF), und Johann Obendrauf, der als Österreicher ebenfalls in diesem FDF-Team mitwirkt.
 
Von natürlicher Schönheit bis zu mystischer Exotik
 
Einer der ganz großen Trends der Saison 2009/10 unter dem Motto "Participate to Create - Natur - Spiel - Gestaltung" ist das Bekenntnis zur ungekünstelten Schönheit der Blumen und Pflanzen, die in den Arrangement nicht nur eingebaut, sondern vielmehr in den Vordergrund gerückt werden soll. Damit will man dem Bedürfnis der oftmals gestressten Menschen nach natürlicher, grüner Lebensenergie entgegenkommen. Neutrale Töne bilden dabei oftmals die Basis, ergänzt etwa durch die dezenten Pastellfarben der Frühjahrsblüher.
 
Innovativ ist auch der Trend "Floral Rituals - Voodoo floral", der afrikanische Exotik und orientalische Mystik versprüht und dem Interesse der Konsumenten für fremde Kulturen entgegen kommt. Blumen sollen mit warmen und leuchtenden Farben sinnliche Akzente setzen. Häufig werden die natürlichen Formen mit Ethno-Elementen kunstvoll ergänzt.
 
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Floristen-Roadshow zeigten sich aber nicht nur von all den innovativen und dennoch praxisnahen Gestaltungsideen begeistert, sondern auch von den vielen wertvollen Tipps für Vermarktung und Verkauf. Darüber hinaus standen die beiden Meisterfloristen im Anschluss an die Veranstaltung noch mit Rat und Tat für persönliche Fragen und Anliegen zur Verfügung.
 
Trend-Kenntnis für fundierte Beratung wichtig
 
"Das große Interesse, über das wir uns natürlich sehr freuen, unterstreicht einmal mehr, dass die Kenntnis der Entwicklungen und Trends am internationalen Markt auch für unsere heimischen Fachhändler essenziell ist, damit diese ihren Kunden durch fundierte Beratung einen echten Mehrwert bieten und sich im harten Wettbewerb behaupten können", betonte der Obmann des Blumenbüros Österreich, Ök.-Rat Herbert Titz, der sich in diesem Zusammenhang auch bei allen an dieser Floristenfachveranstaltung beteiligten Landesinnungen für die gute Zusammenarbeit bedankte.
 
Nähere Informationen über die aktuellen Gestaltungstrends gibt es übrigens auch auf unserer Homepage www.blumenbuero.or.atDie Zeichen stehen auf Grün! So kann das Leitthema 2009 interpretiert werden, mit dem die neuen Inspirationsthemen überschrieben werden. Dahinter verbirgt sich das von Trendexperten ausgemachte gesellschaftliche Bedürfnis, sich wieder stärker der Natur zuzuwenden bzw. sich mit Natur zu umgeben. Saisonale, regionale und fair produzierte Produkte spielen in diesem Megatrend deshalb eine entscheidende Rolle.
 
In diesem Kontext hat BBH wieder vier internationale Blumentrends für das Jahr 2009 formuliert, die von einem Trendteam des Fachverband Deutscher Floristen für den hiesigen Markt interpretiert worden sind. Herausgekommen ist das FDF-Tendenzenprogramm 2009 mit vielen Gestaltungsanregungen und Inspirationen für eine verkaufsnahe und praxisorientierte Floristik im Trend.
 
Auf der Internationalen Pflanzenmesse IPM Essen 2009 wurden die neuen Inspirationen für die Fachwelt im Rahmen von täglichen Bühnenschauen und einer großen begleitenden Sonderschau präsentiert. Floristen waren eingeladen, die neuen blumigen Dekorationsideen aufzugreifen und in ihren Geschäften umzusetzen. Parallel dazu publiziert Blumenbüro Holland die neuen Blumentrends in Publikumsmagazinen bundesweit und stärkt so die Nachfrage nach Zeitgeistfloristik im Trend.
 
Wie in 2008 hat das FDF-Tendenzenteam die englischen Titel der europäischen Blumentrends in einen deutschen Sinnzusammenhang übersetzt, der Lebensgefühl und Trendbotschaft transportiert. Im Mittelpunkt aller vier Themen steht jeweils eine ausgewählte Blume, die als Hauptdarstellerin die entsprechende Botschaft gut vermittelt. Ihr zur Seite stehen florale Begleiter und leisten ihren Beitrag zum Gesamtbild.
 
Participate to Create : Natur – Spiel – Gestaltung 
 
Natürliche, unkomplizierte Arrangements prägen das Bild. Sie scheinen nicht auf Basis strenger Gestaltungsgrundlagen, sondern vielmehr aus Lust an Gestaltung und Freude an Kreativität entstanden zu sein. Nichts ist endgültig und hat einen festen Platz, auch blumige Arrangements sind nicht statisch, sondern wachsen und verändern sich weiter. Im Mittelpunkt stehen die Tulpe und andere Zwiebelgewächse. 

Schlüsselbegriffe:
 
Kreativ, einzigartig, individuell, stimmungsvoll, unkompliziert, zufällig, veränderlich.  
 
Farben:
 
Neutrale Töne bilden die Basis, ergänzt durch die natürlichen Pastelltöne in den Farben der Frühjahrsblüher. Weiß und vereinzelte leuchtende Akzente verleihen dem Ganzen Frische.  
 
Formen:
 
Unterschiedliche Formen werden charmant miteinander kombiniert.
Natürliche Wuchsformen erfahren hohe Aufmerksamkeit.
 

Botanical Energy – Die Kraft der Natur 
 
Wir tanken grüne Energie. Grün als zentrale Farbe wirkt revitalisierend, gesund und kraftvoll. Unsere Wohnung wird wahlweise zum Spa, zur Wellness-Oase oder zum City-Dschungel. Bepflanzte Raumteiler bringen Regenwald-Atmosphäre in unser Heim. In diesem Umfeld hat die Anthurie als Protagonistin ihren Auftritt.
 
Schlüsselbegriffe:  
 
Revitalisierend, Energie, Harmonie, Wellness, kraftvoll, Blatt, Nerven, Strukturen, Grün  
 
Farben:  
 
Grüntöne in alle Nuancen. Gelbgrüne und Blaugrüne Farbtöne werden mit Weiß kombiniert. Violett- und Rottöne kommen hinzu.  
 
Formen:  
 
Die Formen sind schlicht und wirken natürlich. Organische Formen spielen eine wichtige Rolle.

 
True Colours – Pure Farben 
 
Die Sorge um unsere Umwelt sensibilisiert uns für ein besonders reduziertes Interieur. Wir konzentrieren uns auf das Wesentliche! Es entsteht ein urbaner Interieur-Trend, der blumige und pflanzliche Akzente effektvoll im zurückhaltendem Umfeld präsentiert. Im Mittelpunkt steht die Chrysantheme mit ihrer frischen und kraftvollen Farbgebung in allen Variationen.
 
Schlüsselbegriffe:  
 
Schlichtheit, Einfachheit, Klarheit, Ungeschminktheit, Ruhe, Öko, Robustheit, das Wesentliche, Energie, Leben, Wachstum, Licht, Natur  
 
Farben:  
 
Neutrale, natürliche Töne. Es entsteht ein ruhiger, harmonischer Eindruck, der durch die frischen und kräftigen Farben der Blumen belebt wird. Innerhalb der Arrangements bleibt man möglichst in einem Farbton, leuchtende Farben werden nicht bunt durcheinander verwebt.  
 
Formen:  
 
Wuchtige, konstruktive Formen. Archetypische Formen. Die Schlichtheit und das Wesentliche im Interieur werden durch die blumige Akzente hervorgehoben. 
 

 
Floral Rituals – Voodoo floral 
 
Interesse und Engagement für fremde Kulturen werden stärker. Die Natur fremder Länder steht im Mittelpunkt! Dabei konzentrieren wir uns auf afrikanische Roots und orientalische Mystik. Dunkle Interieurs in warmen Farben und handwerklich gefertigt erscheinende Produkte bestimmen das Bild. Blumen setzen mit warmen und leuchtenden Farben exotische und sinnliche Akzente. In der Hauptrolle: die Alstromeria. 
 

Schlüsselbegriffe:  
 
Urkraft, Exotik, Afrika Inspiration, Voodoo, Mystik, Rituale, Rhythmus, Sinnlichkeit, Ethno-Feeling  
 
Farben:  
 
Warme, prachtvolle Farbkombinationen aus leuchtenden, satten und kräftigen Tönen  
 
Formen:  
 
Robuste Formen im Ethno-Stil  mit einem für die manuelle Fertigung typischen, häufig unregelmäßigen Aussehen. Häufig werden natürliche Formen mit Akzenten im Ethno-Stil wie Flechtarbeiten, Knöpfen oder fremdländischen Malereien ergänzt.  
 
Florale Trends 2009
http://www.flowercouncil.org/modules/trends2009/index_de.html
 

Fachverband Deutscher Floristen e.V. Bundesverband
 http://tendenzen.fdf.de/2009/tendenzen1/start.htm











23.10.2009