Weihnachtssterne im "Natural Look" liegen 2009 im Trend

Beste heimische Qualität und Gestaltungsideen vom Floristen
Stars for Europe 2009 © Blumenbüro Österreichgrößer Wenn die Adventszeit naht, beginnen sie in Schaufenstern, Wohnräumen, Restaurants und Büros in diversen Farben zu erstrahlen: die Weihnachtssterne. Mittlerweile werden von Euphorbia pulcherrima, dem "schönsten Wolfsmilchgewächs", jedes Jahr über 100 Mio. Stück in Europa verkauft. Beste österreichische Qualität ist wieder in den Floristenfachgeschäften erhältlich, die darüber hinaus vielfältige Gestaltungsideen zu bieten haben. Besonders aktuell ist heuer neben klassischen Kompositionen in vitalem Rot und leuchtendem Weiß auch der so genannte "Natural Look". Dabei wird die natürliche Schönheit der Weihnachtssterne mit nachhaltigen Materialien wie Hölzern, Zweigen, Zapfen und Früchten hervorgehoben, berichtet Floristik-Trendexperte Johann Obendrauf laut dem Blumenbüro Österreich. Produziert werden in unserem Land jährlich rund 3 Mio. Stück in ca. 300 Gärtnereien.
 
Von Mexiko nach Europa und Amerika
 
Ursprünglich stammen die Weihnachtssterne aus den subtropischen Wäldern Mexikos, wo sie als wilde, bis zu vier Meter hohe Sträucher wachsen. Nach Europa gelangten sie erstmals im Jahr 1804, als der Naturforscher Alexander Freiherr von Humboldt sie von einer Amerikareise mit nach Hause brachte. Einige Jahre später erreichte sie durch den US-Botschafter in Mexiko und passionierten Naturfreund Joel Poinsett auch die Vereinigten Staaten von Amerika. Nach diesem Mann wurde die Pflanze 1836 auf den Namen "Poinsettia" getauft, unter dem sie bis heute bekannt ist und am 12.12., dem "Poinsettia-Day", gefeiert wird. Anfang des 20. Jahrhunderts beobachtete der deutschstämmige Auswanderer Paul Ecke schließlich, wie in der Nähe seiner kalifornischen Farm wild wachsende Weihnachtssterne in der Adventszeit rot erstrahlten. Das brachte ihn auf die Idee, die Poinsettien professionell zu züchten und als Weihnachtspflanzen zu vermarkten. Das gelang seinem Sohn schließlich mit großem Erfolg in Hollywood, von wo die Weihnachtssterne ihren Siegeszug antraten.
 
Bei der richtigen Pflege langjährige Freude
 
Damals vor allem als Schnittblumen erhältlich, sind die Wolfsmilchgewächse heute primär als Topfpflanzen beliebt. Wer weiß, worauf beim Kauf und der Pflege zu achten ist, wird lange Zeit Freude an seiner Poinsettie haben. Ob eine Pflanze frisch ist, lässt sich problemlos am Zustand der kleinen, grün-gelben Blüten ablesen, die zwischen den farbigen Hochblättern sitzen. Bereits beim Kauf sollte außerdem darauf geachtet werden, dass die Weihnachtssterne warm und vor Zugluft geschützt stehen. Auch auf dem Heimweg muss die Pflanze gut vor widrigen Witterungseinflüssen -beispielsweise durch eine gute Papiereinpackung - bewahrt werden. Am Bestimmungsort angekommen, mag sie einen hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung und Temperaturen von 15 bis 22°C. Weihnachtssterne gedeihen prächtig, wenn sie regelmäßig mit handwarmem Wasser gegossen werden. Trockenheit oder Staunässe sind hingegen zu vermeiden.
 
Nach dem Ende der Blütezeit und dem Verlust der farbigen Hochblätter können sich die Poinsettien übrigens in üppige Grünpflanzen verwandeln. Damit sie wieder pünktlich zum Fest farbige Blätter entwickeln, müssen sie spätestens Anfang November mindestens zwölf Stunden täglich in völliger Dunkelheit stehen, was etwa durch eine Abdeckung mit einem Topf erreicht werden kann.
 
Weihnachtsstern-Freunde, die ihren Pflanzen darüber hinaus ein "angesagtes Outfit" verpassen möchten, sind gut beraten, die Floristin beziehungsweise den Floristen ihres Vertrauens um Rat zu fragen, die immer über die neuesten Sorten und Gestaltungsmöglichkeiten Bescheid wissen. Laut Trendexperten Obendrauf ist Rot nach wie vor die beliebteste Farbe, gefolgt von Weiß, die sich beide optimal in eine traditionelle, aber auch moderne Weihnachtsdekoration einarbeiten lassen. Mehr etwas für Liebhaber und Extravagante sind wiederum rosa, orange, blaue, apricotfarbene und gesprenkelte Sorten. Doch auch der Formen- und Größenvielfalt scheinen kaum Grenzen gesetzt. Darüber hinaus lassen schmückendes Beiwerk und passende Übertöpfe die Poinsettien zu perfekten Raumgestalter werden, die gekonnt mit dem Stil der Einrichtung kombiniert werden können.
 
"Natural Look" mit nachhaltigen Materialien
 
Ganz dem Naturbedürfnis entgegen kommt etwa der Trend zum "Natural Look", bei dem mit schlichten, stimmigen Details aus der Natur exklusive Dekorationen geschaffen werden, die ein Gefühl von Behaglichkeit und Wärme vermitteln. Laut Obendrauf können beispielsweise Übertöpfe mit Rinden beklebt oder die Weihnachtssterne in ein Geflecht aus Farnen oder Zweigen gestellt werden. Auch mit Zapfen, Früchten, Holz und Blättern lassen sich individuelle Kreationen fabrizieren.
 
Näherer Informationen und kostenlose Bilder von Weihnachtssternen gibt es beim Blumenbüro Österreich, Laxenburgerstraße 367, 1230 Wien, Telefonnummer +43/1/615 12 98, Fax +43/1/615 12 99, E-Mail: office@blumenbuero.or.at, beziehungsweise auf den Homepages www.blumenbuero.or.at und www.stars-for-europe.info.


17.09.2009